Nachdem die Ehefrau des Geschäftsleiters während einer Krebsbehandlung ihr gesamtes Haar verloren hatte, kam es mit Hilfe seines Bruders, seinem Ingenieurwissen und den Unternehmensressourcen zur Entwicklung des Paxman Scalp Cooler.
Nach klinischen Versuchen am Huddersfield Royal Infirmary wurde das Produkt lanciert und 1997 ein Unternehmen gegründet. Die ersten Systeme wurden an Krankenhäuser wie das Christies in Manchester, das St. Mary's Hospital in Portsmouth, das Stoke Mandeville Hospital sowie das Derriford Hospital in Plymouth verkauft und sind noch heute in Gebrauch. Das alles spricht für die Verlässlichkeit und den Erfolg des Produkts.
Das System hat den Millennium-Preis für innovative Produkte erhalten und feiert in zahlreichen Krankenhäusern und spezialisierten Krebsbehandlungszentren im gesamten Vereinigten Königreich, europa- und weltweit große Erfolge.
Das System zur Haarausfallprävention von Paxman
Einmal abgesehen von der ersten Krebsdiagnose selbst ist die Alopezie für viele Krebspatientinnen weiterhin die traumatischste und unangenehmste psychologische Nebenwirkung. Die Alopezie wird als ständige Erinnerung an die Krankheit gesehen und kann negative Veränderungen im Hinblick auf die körperliche Selbstwahrnehmung nach sich ziehen sowie zu einer reduzierten sozialen Aktivität und zu einer Schädigung der zwischenmenschlichen Beziehungen führen. Diese praktischen und emotionalen Probleme können dazu führen, dass Patientinnen die Behandlung nur unter Zögern akzeptieren oder sogar ganz ablehnen.
Die Krebs-Chemotherapie beeinträchtigt die sich rasch teilenden Zellen. 90% der menschlichen Haarfollikel befinden sich jederzeit in der aktiven Teilungsphase. Der Haarausfall tritt oft infolge einer partiellen oder totalen Atrophie der Haarwurzelzwiebel auf und führt zu einer Verengung des Haarschafts, der dann leicht abbricht.
Ein Abkühlen der Kopfhaut während bestimmten chemotherapeutischen Behandlungen führt erwiesenermaßen zu einer Reduktion oder Prävention des sonst unvermeidlichen totalen Haarausfalls.
Andere Systeme, die auf diesem Prinzip aufbauen, verwenden Packungen aus zerkleinertem Eis oder Kappen aus gefrorenem Gel. Diese Systeme haben den Nachteil, dass sie unbequem sind, schwer zu tragen und dass sie die Kopfhaut mit einer kaum zu ertragenden Temperatur von -25°C belasten und sich rasch erwärmen, wenn sie mit der Kopfhaut in Kontakt kommen. Was noch viel schwerer wiegt, ist die Anwendung und der Überwachungsaspekt, der für das Pflegepersonal sehr zeitraubend ist.
Noch im Jahre 1982 verwendeten thermozirkularen Systeme eine kalte Kappe aus zirkulierendem Glykol. Paxman Coolers haben das gleiche Prinzip angewendet, wobei moderne Technologie eingesetzt wurde, um den Paxman Scalp Cooler zu entwickeln. Dieses System funktioniert, ist benutzerfreundlich und eine kosteneffiziente Art und Weise, um den Bedarf nach Perücken zu reduzieren. Es wurde sowohl von Ärzten, dem Pflegepersonal als auch den Patientinnen gleichermaßen akzeptiert. Die früher auftretenden Probleme im Zusammenhang mit Kühltherapiebehandlungen wurden gelöst.
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